Engel oder Satan? - Das vertrackte Leben des Juliusz Słowacki

Mi 18.01.2017 19.00 Uhr
Polnisches Institut Düsseldorf, Citadellstr. 7

Engel oder Satan? - Das vertrackte Leben des Juliusz Słowacki

Autorengespräch in der Reihe „Romantik und Revolution“
Prof. Jan Zieliński im Gespräch mit Dr. Andreas Lawaty

Juliusz Słowacki – war er ein Engel oder Satan? In seinem Buch „SzatAnioł“ zeigt Prof. Zieliński die innere Evolution des Poeten, die beginnt mit dessen jugendlichem „Pakt mit dem Teufel“ und endet mit der „Wandlung zum Engel“. Ähnliche Gegensätze finden sich zahlreich: Tugendhaftigkeit und Verbrechen; der Weg von der Peripherie Europas, wo der Poet geboren wurde, ins damalige Zentrum Paris, wo er sterben sollte; Poesie und mystische Entrücktheit und andererseits tiefe Verwurzelung im irdischen Leben; und schließlich sein Verhältnis zu den anderen herausragenden polnischen Poeten der Epoche, Mickiewicz und Krasiński: dem einen gegenüber kämpferisch, dem anderen in Liebe verbunden. 
Prof. Zieliński verortet Słowacki zwischen krankhaftem Ehrgeiz und zugleich tiefer Demut, zerrissen zwischen den Nichtigkeiten des Lebens und den Erwartungen an sein gewaltiges Talent. In „SzatAnioł“ kommt Słowacki uns sehr nah, wird zum Zeitgenossen. Wir können uns in seiner Furcht und Zerrissenheit spiegeln - und ihn endlich so bewerten und lesen, wie er es verdient.
Als einer der „Drei Barden“ gehört Juliusz Słowacki, neben Mickiewicz und Krasiński, zu den wichtigsten Vertretern der polnischen Romantik.

Prof. Jan Zieliński – Literaturhistoriker, Literatur- und Kunstkritiker, Buchautor, Übersetzer und Kurator. Experte für den europäischen Roman der Jahrhundertwende und Exil-Literatur. Er unterrichtet an der Universität Fribourg / Schweiz und an der Kardinal-Stefan-Wyszyński-Universität in Warschau. Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Schweizerischen Nationalbibliothek.

Dr. Andreas Lawaty – Historiker und Slawist, seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Polens, die Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen. Für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung wurde er im Jahre 2000 mit dem Kavalierskreuz des Verdienstordens der Republik Polen ausgezeichnet. Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Nordost-Institut.

Kooperation: Heinrich-Heine-Institut Düsseldorf
 

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