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Einst frohe Lande vergeh´n im Brande - Das Antlitz des Bösen in der Kunst polnischer Volksbildhauer

Do 16.01.2020 - So 16.02.2020 Burg Lüdinghausen

Veranstalter: Deutsch-Polnische Gesellschaft Lüdinghausen e.V.
http://dpg-luedinghausen.de/termine/details/einst-frohe-lande-vergehn-im-brande-das-antlitz-des-boesen-in-der-kunst-polnischer-volksbildha/
Die Volksbildhauerei hat in Polen eine jahrhundertelange Tradition, sie ist im dörflichen Milieu verankert und gekennzeichnet durch formale Einfachheit. Auf eine allen Betrachtern leicht zugängliche Weise und fernab jeder kommerziellen Erwägung gestalteten ihre Werke zunächst fast ausschließlich Motive aus der christlichen Überlieferung, um Glaubensinhalte auch einfachen Menschen nahe zu bringen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gestalteten "Künstler aus dem Volk" aber auch vielfach Skulpturen, die die Zeit der Besatzung und die den Polen während des Zweiten Weltkriegs zugefügten Leiden paradigmatisch zur Darstellung brachten. Oft sind es überlieferte Geschichten in der eigenen Familie, die dafür die Grundlage bildeten. Dabei lenkten die Künstler den Blick auf die alltäglichen Verbrechen Nazideutschlands im okkupierten Polen und in den auf polnischem Boden errichteten Lagern wie auch auf die Erfahrungen im sowjetrussischen Gulag-System.

Louis Galinski hat in den letzten zwei Jahrzehnten 72 Skulpturen, Reliefs und Bilder aus polnischer Volkskunst zusammengetragen, in denen Ereignisse aus der Zeit von Krieg, Okkupation, Verschleppung und Holocaust dargestellt sind, Ereignisse, die über polnische Menschen hereinbrachen, ganz gleich, ob es sich um Christen, Juden oder andere Opfergruppen handelte.

Der reichlich bebilderte und die Exponate ausführlich erläuternde Ausstellungskatalog (29 €) trägt – wie die Ausstellung - den Titel "Einst frohe Lande / vergeh`n im Brande". Unserer DPG ist es gelungen, in Verbindung mit dem Kulturforum KAKTuS eine Ausstellung auf Burg Lüdinghausen zu organisieren, in der diese Skulpturen, Reliefs und Bilder gezeigt werden.
Anlass für diese Ausstellung und ihre Terminierung ist der Beginn des Zweiten Weltkriegs, der am 1. September 1939 mit dem deutschen Überfall auf Polen begann und sich im September 2019 zum 80. Male gejährt hat. Außerdem fällt der 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz in die Zeit der Präsentation dieser eindrucksvollen Exponate.

Die Eröffnung dieser aus Berlin kommenden Ausstellung war am Sonntag, 19. Januar 2020 um 11 Uhr im voll besetzten Kapitelsaal der Burg Lüdinghausen. Die Ausstellung schließt am Sonntag, 16. Februar um 17 Uhr. Der Eintritt kostet 3 €.
Sonderführungen für Schulklassen an Vormittagen lassen sich während der Dauer der Ausstellung mit Karl-Heinz Kocar (02591 – 88156 oder khkocar@t-online.de) vereinbaren.

Bei der Vernissage waren auch wieder einige junge Musikkünstler aus Nysa / Neisse, der polnischen Partnerstadt Lüdinghausens, zu erleben.
Diese fünf Künstler gaben dann am Abend desselben Tages um 18 Uhr auch noch ein begeistert aufgenommenes umfangreicheres Konzert im Kapitelsaal. Es waren dies Marta Kubów, Violine – Anna Urzedowska, Klavier – Agnieszka Zemlik und Karolina Krason, Flöte – Dominik Zablocki, Klavier.
 

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