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Der ewige Wanderer. TADEUSZ KANTOR in Deutschland

Do 03.09.2015 - Fr 11.12.2015 Vernissage: Donnerstag, 03.09.2015, 19.00 Uhr
Galerie des Polnischen Instituts Düsseldorf

Tadeusz Kantor (1915-1990), Maler, Theaterregisseur, Aktionskünstler, Bühnenbildner, Kunsttheoretiker, Professor an der Kunstakademie in Krakau.

Tadeusz Kantor (1915-1990) war ein vielseitiger, „ein totaler” Künstler – aus diesem Grund ist die Aufgliederung seines Werkes in einzelne „Disziplinen” riskant. Maler, Regisseur, Kunsttheoretiker, Bühnenbildner, Schauspieler und Aktionskünstler – Weltruhm erlangte er als Theatermensch. Jedoch blieb er auch auf der Bühne vor allem ein Maler, der in Bildern denkt und anstatt Farben Schauspieler und Requisiten benutzt. Die größte Errungenschaft Kantors war das Theater „Cricot2“, dessen Aufführungen – angefangen bei der „Toten Klasse“ (1975) – zu den theatralischen Meisterwerken gezählt werden. Die besondere Formel des „Theaters des Todes“ war die Erschaffung von plastischen Illustrationen der Erinnerungsmechanismen: Sequenzen von irrealen Bildern, Erinnerungsfetzen, penetrant wiederkehrenden Szenen, absurden Situationen. Kantor erschuf einen ungemein suggestiven Raum, in dem sich die Toten mit den Lebenden vermischten, in dem sich die dunkelsten Begierden und die furchtbarsten Erlebnisse offenbarten; Krieg, Liebe und Verbrechen, Angst, Leidenschaft, Hass.

Tadeusz Kantor verstand es, die Menschen auf der ganzen Welt zu berühren – von Sydney und Tokyo bis hin zu Shiras, Paris und New York. Deutschland jedoch nahm in seiner künstlerischen Biographie eine besondere Rolle ein. Zu seinem 100. Geburtstag hat Polen und UNESCO das Jahr 2015 zum Tadeusz-Kantor-Jahr erklärt. Aus diesem Anlass widmet das Polnische Institut Düsseldorf das Herbstprogramm diesem genialen Künstler. 

Die Feierlichkeiten zum 100. Geburtstag Kantors eröffnen wir in Düsseldorf auf der Citadellstraße 7 am 3. September mit der Vernissage der Ausstellung „Der ewige Wanderer. Tadeusz Kantor in Deutschland“. Diese Ausstellung wurde vom Polnischen Institut in Zusammenarbeit mit dem Dokumentationszentrum der Kunst von Tadeusz Kantor CRICOTEKA in Krakau konzipiert, und wird in einem Abriss die Geschichte der Anwesenheit Kantors in Deutschland beleuchten.
Angefangen im Jahr 1959 bei der „documenta 2” in Kassel und einer Einzelausstellung in der Kunsthalle und dem Kunstverein in Düsseldorf, über seine Gastdozentur auf der Staatlichen Hochschule für bildende Kunst in Hamburg (1961), bis hin zu den Aufführungen von „Heute ist mein Geburtstag” in Berlin und München (1991). Ein ganzer Raum ist dem Theater des Todes gewidmet, der eng verknüpft ist mit der Inszenierung der „Toten Klasse” (1975), dem in Polen und auf der ganzen Welt bekanntesten Schauspiel Kantors. Ein essentielles Element der Ausstellung wird die partielle Rekonstruktion der Photographien vom Drehset des Filmes „Säcke, Schrank und Schirm” (1969/1972) in der Regie von Dietrich Mahlow, des Direktors der Kunsthalle in Baden-Baden und Nürnberg sein. Mit Nürnberg war Kantor besonders verbunden: dort nämlich wurde in der Kunsthalle sein Happening „Anatomiestunde nach Rembrandt“ aufgeführt. Ebenso fand in Nürnberg in den 80er Jahren auf Einladung des deutschen Bankiers und Kunstmäzens Karl G. Schmidt im Institut für moderne Kunst die Premiere des Schauspiels „Die Künstler sollen krepieren“ (1985) statt. Diese Inszenierung wurde zum dritten, nach der „Toten Klasse“ und „Wielopole, Wielopole“, internationalem Erfolg des Theaters „Cricot 2“. „Die Künstler sollen krepieren“ wurde etwa 300 mal auf den Bühnen der ganzen Welt gezeigt. Veit Stoss, der berühmte mittelalterliche Bildhauer nimmt darin eine wichtige Rolle ein – 1472 kam er nach Nürnberg, um dort den größten Altar Europas anzufertigen.

Die Ausstellung ruft auch Personen in Erinnerung, denen Kantor viel verdankt, unter anderem: Dr. Karl Gerhard Schmidt, der Ko-Produzent von „Die Künstler sollen krepieren”, Günther Kühnel, Photograph und Autor des Buches: „Tadeusz Kantor. Theater des Todes”, das 1983 vom Institut für moderne Kunst in Nürnberg herausgegeben wurde und Michael Kluth, der Filme über Tadeusz Kantor gedreht hat; u.a. „Theater des Todes. Tadeusz Kantor - Künstler, Ketzer, Provokateur der Welt“, MDR 1997.

Partner: Kunstmuseum Bochum, Neues Museum Nürnberg, Institut für moderne Kunst Nürnberg, Zentrum für die Dokumentation der Kunst von Tadeusz Kantor Cricoteka in Krakau (Ośrodek Dokumentacji Sztuki Tadeusza Kantora Cricoteka), Generalkonsulat der Republik Polen in Köln. Kurator: Józef Chrobak, Ko-Kuratorin: Monika Kumięga

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